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An
einen Haushalt Postgebühr bar bezahlt
Thaler
Lustspecht
Informationsblatt
der Thaler Alternativen Lüste (ThAL) Fasching 1998
Blattlinie:
Humor ist, wenn man selber lacht _______ |
PETRUSKREUZ: EXPERIMENT
MIT GEN-MANIPULIERTEM - MAIS GEPLANT !
Völlig überrascht wurden Bgm.
Urgl und sein Leidensgenosse Gemeindekassier
Peter Scheck-Hoffer vom gerichtlich angeordneten Baustopp beim
Freiluftzentrum. Rasch hatten sich die beiden glücklosen Bauherrn aber vom
ersten Schock erholt. Um die bereits ausgegebenen 5 Millionen öS vor den
Wählern rechtfertigen zu können wurden geeignete Alternativen überlegt.
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Scheck-Hoffer mit 100.000 $ Scheck
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Zuerst war die Idee den
Friedhof an den idyllischen einsamen Platz beim
Petruskreuz zu verlegen. Da aber dort nach wie vor keine Parkplätze genehmigt
sind müßten die Besucher halt zu
Fuß hingehen. „An einem Fußmarsch ist
noch niemand gestorben !“ meinte dazu GK
Scheck-Hoffer. Und Witze-Bgm. Beetzi
war vor allem von der Idee angetan „durch diesen größten
Dorf-Friedhof
der EU die überregionale Bedeutung
der Marktgemeinde endlich unterstreichen zu können. Außerdem würde die
Gemeinde damit ein besonderes Zeichen ihrer Großzügigkeit gegenüber den
Verstorbenen setzen. Je Grab könnten wir exakt 997,36 Quadratmeter zur
Verfügung stellen ! “ Ganz aufgeregt schwelgte Bgm. Urgl dazu in alten
sozialistischen Gerechtigkeitsvisionen: „Spätestens
nach ihrem Ableben hätten dann wirklich alle GemeindebürgerInnen etwas davon“.
Gescheitert ist die Vision
letztendlich aber am massiven Einspruch von Pfarrer
Tscho Meisenhoffer. Dieser war nicht einmal durch die Aussicht auf die
dadurch wesentlich höheren Jahreseinnahmen von 14.800 öS je Grab zu
überzeugen: „Zwar hätte es mich
gereizt als reicher Pfarrherr den bekannten Architekten
Friedensreich Hunderlwasser mit dem zeitgemäßen Umbau der Kirche
beauftragen zu können. Aber mein Pastoralarrestant
Berni Blitz hat mich davon überzeugt, daß an diesem abgelegenen Ort die
meisten ThalerInnen nicht einmal begraben sein möchten,“ so Meisenhoffer.
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US-Saatgut-Multi
rettet Urgl vor Pleite
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In dieser Situation bewährten
sich die internationalen Verbindungen von GK
Peter Scheck-Hoffer. Der neben seinen
vielen Vereins- und Politfunktionen tätige Staudenhändler knüpfte Kontakte
zum US-Saatgutmulti Pionier.
Unterstützt vom unbezahlbaren Grazer Staranwalt Dr. Hohenzwerg wurde gemeinsam
mit dem Leiter der Landesfachschule, DI
Johann Rotier ein EU-gefördertes Projekt ausgearbeitet bei dem auch für
die Gemeinde ein Scheck in der Höhe von 100.000 US-$ abfiel. Ab. 1.4.98 werden
auf dem Gelände genmanipulierte Maispflanzen angesetzt. Dazu war es notwendig
eine völlig ebene Fläche zu errichten, was sofort in Angriff genommen und noch
Ende November 97 abgeschlossen werden konnte.
Lustspechtl:
Glauben Sie, daß die Thaler Bevölkerung bereit ist das Risiko der
Gen-Mais-Aussaat mitzutragen?
Bgm.
Urgl:
Natürlich. Die Thaler Bevölkerung ist
seit meinem Amtsantritt einiges gewohnt. Und sie hat durch meine Wiederwahl
eindrucksvoll bewiesen, daß ihr kein Risiko zu groß ist. Es ist ja auch noch
immer gut ausgegangen. Es war ja auch ein großes Risiko als ich unseren Kaufmann
Wolfesberger die notwendige Unterstützung verweigert habe. Wie leicht
hätte es sein können, daß wir
gar keinen Kaufmann mehr kriegen. Aber auch diese Problem konnte ich erfolgreich
einer Lösung zuführen. (siehe dazu unseren Bericht: Nahversorgung
gesichert !)
Lustspechtl:
Rechnen Sie nicht mit dem massiven Widerstand der Opposition ?
Bgm.
Urgl:
Nein, hier besteht keine Gefahr: Die
ÖVP-Thal - Linie spreche ich ohnehin wöchentlich mit ihrem wichtigsten
Gemeinderat bei einem Stamperl Most in seinem Obst-Baumgarten ab. Er hat mir
versprochen stillzuhalten, wenn wir ihm dafür seine ganze Landwirtschaft ins
Bauland übernehmen. Und den grünen
Mölkner fürchte ich in diesem Fall auch nicht. Der Scheck-Hoffer
als Staudenhändler kennt sich da aus. Er hat versichert, daß auch die
Gen-Mais-Stauden grün sind. Außerdem habe ich so viele Probleme geschaffen,
daß der Mölkner und der Vota
sowieso schon den Überblick verloren haben.
Ich
werde es nicht zulassen, daß es in der Gemeinde eine Manipulation gibt an der
ich nicht beteiligt bin ! (Amtsreiterin
Annelies Hochgassler)
So
ein Blödsinn. Viel dringlicher wär es unsere Kinder zu klonen, dann wär der
Kindergarten endlich ausgelastet. (Kindergartenleiterin
Tante Zwölfi)
Eine
Katastrophe ! Ich werde wirtschaftlich in die Zange genommen. Bachabwärts macht
mir der Schmatzer Franz
mit seinem Großbetrieb Konkurrenz, und weil da oben die Fläche für den
Gen-Mais eingeebnet wurde, bringe ich am See fast kein Eis mehr zusammen.
Wenn das so weitergeht werde ich der Gemeinde die Getränkesteuer schuldig
bleiben müssen. (Karl Klingl Wirt
und Gemeinderat)
Ich
bin stinksauer / Der Urgl hat uns
versprochen, daß die ebene Fläche asphaltiert wird. Wir hätten dort für
unser bevorstehendes 50-Jahr Jubiläum das Marschieren üben können. Außerdem,
durch Unterthal können wir am Tag der Blasmusik nicht mehr marschieren, weil
der Ing. Lisnet keinen Lärm
verträgt. Am Petruskreuz hätten wir niemand gestört.