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An
einen Haushalt Postgebühr bar bezahlt
Thaler
Lustspecht
Informationsblatt
der Thaler Alternativen Lüste (ThAL) Fasching 2000
Blattlinie:
Humor ist, wenn man selber
lacht _______
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Aufregung in Thal:
"Schwerer Verstoß gegen den Landschaftsschutz!"
Die Stmk. Landesregierung erklärte den Großteil des Thaler
Gemeindegebietes zum geschützten Landschaftsteil. Jene 2/3tel der Thaler
Bevölkerung, die in diesem Bereich wohnen sind seither von der Zaungestaltung
bis zur Dachneigung zahlreichen Beschränkungen unterworfen. Ausgerechnet die Alternative
Liste hat sich nun über diese Bestimmungen keck hinweggesetzt. In
den letzten Jahren hat die ThAL mehrere Dutzend selbstgebaute Nistkästchen
unter die Leute gebracht oder selbst aufgehängt. Darunter auch Meisenkästchen
mit einem besonders spitzen Dach. Manche wurden auch im Landschaftsschutzgebiet
ausgehängt. Nun müssen GR Mölkner und seine MitstreiterInnen sich mit
einer (anonymen) Anzeige herumschlagen. Und haben darüber auch interne Wickel.
Der Lustspecht holte dazu verschiedene Meinungen ein:
GK Peter Scheck-Hoffer: Ein Skandal! Wenn die
Naturschutzbehörden das durchgehen lassen, dann bau ich meine Hochhäuser am
alten Sportplatz auch mit einem Steildach!
ThAL-GR in spe Chris Lust: Peinlich! Die Sache geschah
vor meiner Zeit. Aber ich versichere Ihnen, wir werden daraus Konsequenzen
ziehen. Die Nistkästchen werden künftig verkehrt herum aufgehängt. Dann
ist´s halt ein Flachdach.
Bgm. Peter Urgl: Ja, ich hab das ursprünglich genehmigt.
Das mit dem Dach ist mir beim Studium der Einreichpläne leider nicht
aufgefallen, weil ich mir darauf konzentriert habe, daß da nur ja keine
Doppel-Vögelhäuser kommen.
SP-GR Werner Lenkrad: Sogar bei uns in der Haslau ham´s
damit das Ortszentrum verschandelt. So wie damals beim Mobilfunksender hab ich
die Bevölkerung sofort informiert.
Weiteres Telefonbuch in Thal ?
Nach dem grünen Telefonverzeichnis der ThAL soll demnächst
auch die SPÖ ein Örtliches Telefonbüchlein herausbringen. Angeblich hat man
dafür bei Gewerbetreibenden schon die Inserate gekeilt. Der Lustspecht ging
diesem Gerücht auf den Grund und befragte GK Scheck-Hoffer und Bgm. Gurgl über
diese geplante sonderbare Doppelversorgung. Bestritten wurde das Vorhaben von
Scheck-Hoffer: "Ich komme karrierebedingt viel in den Wirtshäusern herum
und kann dort nicht immer nur das Gleiche daherreden. Und weil ich ein
phantasievoller Kopf bin, streue ich halt ab und zu ein Gerücht aus. Mit meiner
Ankündigung auf dem alten Sportplatz ein paar Hochhäuser errichten zu wollen,
war das damals genauso.", so Scheck-Hoffer. Anders hingegen Bgm. Gurgl der
sich zu dieser Serviceleistung als sinnvolle, ja notwendige Tat bekannte.
Nachfolgend einige Passagen aus dem Original-Interview mit Peter Gurgl:
Gurgl: "Es gibt mehrere Gründe, weshalb wir ein 2.
Telefonbüchl brauchen. Erstens weil ich verantwortlich bin für den sparsamen
Umgang mit Steuermitteln. Den ganzen letzten Sommer waren unsere
Mitarbeiterinnen am Gemeindeamt mit dem Abtippen des Telefonbuchs beschäftigt.
Und damit das nicht umsonst gewesen ist muß das Büchl jetzt auch erscheinen
...
Lustspecht: Aber warum bringt das jetzt ihre Partei
heraus, wenn die Vorarbeiten doch von der Gemeinde geleistet wurde?
Gurgl: Es wird das sowieso keiner merken, weil wir das
Büchl so gestalten werden, als ob es eine Serviceleistung der Gemeinde wäre,
mit dem Gemeindewappen und so.
Lustspecht: Sie sprachen von mehreren Gründen ...
Gurgl: Ja, wir sind auch viel aktueller als die ThAL.
Unser Büchl hat für alle Firmen, die trotz meiner Amtszeit noch da sind,
zusammen ein Viertelseite als Branchenverzeichnis vorgesehen.
Lustspecht: und warum muß das Büchl noch vor der Wahl
raus ?
Gurgl: Wir haben denkt, sonst ist die ÖVP mit einem
schwarzen Telefonbüchl auch noch schneller..

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