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Nistkasten

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Tipps zum Nistkasten (Drucken am besten im Querformat)

Bisher wurden ca. 500 unserer Nistkästen in der ganzen Steiermark aufgehängt.
Davon in Thal etwa 70. 

Beachten Sie bitte die Bestellmöglichkeit am Seitenende.

Viereck

Halbhöhle

Dreieck
Baupläne:                                            Viereck    Halbhöhle   Dreieck
für folgende
Vogelarten: 
Einflugloch 28mm: Tannen-, Sumpf-, Hauben- u. Blaumeise
Einflugloch 32mm: Kohlmeise, Kleiber, Wendehals, Trauerschnäpper, Feld- u. Haussperling
Hausrotschwanz, Rotkehlchen, Bachstelze, Amsel, Zaunkönig,  Fliegenschnäpper siehe Viereck

Standorte

Zum Anbringen von Nistkästen eignen sich am besten ältere Bäume. Bei Jungbäumen kann es zu Schädigungen an der Rinde oder des Holzteils kommen, wenn man die Nistkästen nicht fachgerecht anbringt. Bei Nisthöhlen, die an die Bäume genagelt werden sollen, empfiehlt es sich, Zinknägel zu benutzen, die später nicht rosten und für die Bäume verträglicher sind. Die Methode, die den Baum am meisten schont, ist das Aufhängen an einem Drahtbügel, den man über einen Ast in passender Höhe legt und dann am Kasten wieder einhängt. Über die Zahl der aufzuhängenden Nistkästen wird in Vogelschutzkreisen immer noch heftig diskutiert. In kleineren Gärten (bis zu 400 m2) reichen 4-5 Nistkästen absolut aus. Viel wichtiger ist, dass man verschiedene Nistkastentypen aufhängt, um möglichst vielen Vogelarten unter den Höhlen- und Halbhöhlenbrütern Brut- und Schlafmöglichkeiten zu bieten. Es kommt oft vor, dass auch in kleineren Gärten 2 oder 3 verschiedene Meisenarten, also z.B. Kohlmeise, Blaumeise und Sumpfmeise brüten. 2 Kohlmeisenpärchen aber vertragen sich nicht auf engstem Raum, da jede Vogelart ihr Brutrevier verteidigt.

Auch an Häusern, Garagen, Mauern und Lichtmasten kann man Nistkästchen anbringen. Wenn man genügend Platz hat, sollten im Garten schon Abstände von 8-10 m zwischen den einzelnen Standorten der Kästen liegen, damit die Vögel sich nicht gegenseitig stören. Natürlich gibt es auch Fälle, wo 2 Vogelarten, z.B. Kohlmeise und Hausrotschwanz, wenige Meter nebeneinander an derselben Hauswand oder am gleichen Baum die Nistkästen beziehen. In Parks oder am Waldrand reicht es, wenn alle 30-50 m ein Nistkasten aufgehängt wird. Alle Vögel lieben freien Anflug; deshalb darf man die Behausungen nie in Dickichte oder in dicht verzweigte Bäume hängen.

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Aufhängezeit

Zum Aufhängen der Nistkästen eignet sich das zeitige Frühjahr (Anfang bis Mitte März) am besten. Meisenkästen kann man auch schon im Spätherbst oder im Laufe des Winters anbringen, da diese Vogelart über Winter die Kästen gern als Schlafplatz benutzt. Allerdings beziehen im Frühjahr gewöhnlich vor allem Haus- und Feldspatzen diese Winterquartiere. Wenn Spatzen in der Überzahl anderen Vogelarten, vor allem Kleinmeisen, die Kästen streitig machen, sollte man folgenden Trick versuchen: Man hängt Meisenkästen zusätzlich erst Anfang April auf! Dann haben die Sperlinge schon ihre Brutplätze bezogen und sind eifrig beim Brutgeschäft. Die Meisen, die noch auf der Suche sind, beziehen dann sofort (bis Mitte April) die neuangebotenen Nistgelegenheiten.

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Aufhängehöhe.

Auch die Aufhängehöhe ist standortabhängig In Gärten oder in ruhigen Park- und Waldgegenden kann man die Nistkästen in Augenhöhe anbringen. Im eigenen Garten sollten allerdings dann die Kinder während der Brutzeit angehalten werden, nicht direkt in der Nähe der brütenden oder fütternden Vögel zu spielen. Wenn Störungen nicht ausgeschlossen werden können, hängt man die Kästen in einer Höhe von 2,8-3,5 m auf. Die Kontrolle oder die Reinigung kann dann mit einer Leiter erfolgen, oder man baut sich eine Gabelstange, mit der man die Kästen auf- und abhängen kann. Dieses Hilfsgerät ist auch im Fachhandel erhältlich. Nistgelegenheiten für Schwalben, Mauersegler, Falken, Eulen und Käuze verlangen bei der Standortwahl und der Aufhängehöhe besondere artenspezifische Kenntnisse.

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Aufhängerichtung

Über die Aufhängerichtung lässt sich nicht streiten. Da die Hauptwindrichtung und damit auch die Schlechtwetterrichtung Nordwest ist, sollten alle Nistkästen mit dem Flugloch nach Süden oder Südosten zeigen. So sind die Bruten am besten gegen Regenschauer geschützt. Unter Terrassendächern, in Balkonnischen oder Loggias kann man zur Not die Kästen auch mit von Südost abweichender Richtung aufhängen. In diesen Fällen ist aber darauf zu achten, dass die Kästen vom Regen nicht erreicht werden. Auch während der Brutzeit lassen sich alle Vogelarten vorsichtig einige Meter umquartieren, ohne daß das Gelege oder die Jungen verlassen werden. Im Falle einer Bedrohung der Vogelfamilie durch Katzen ist es ratsam, lieber den Standort oder die Augenhöhe des Nistkastens zu wechseln, als den Katzen Gelegenheit zu geben, die Brut zu vernichten.

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Reinigung

Ca. 3 Wochen nachdem eine Brut beendet ist, wird das alte Nest entfernt. Oft wird danach noch eine 2. Brut gemacht. Im Herbst werden die alten Nester entfernt, da sie zumeist Brutparasiten enthalten und von den Vögeln im nächsten Frühjahr sowieso wieder neu gebaut werden. Die Nistkästen werden mit einer Lötlampe (oder mit einer alten Zeitung) ausgebrannt.

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit den Nistkästen und viele Jungvögel.

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