Aktuelles vom Thalersee
1. Juli 2010 um 14:26 | Bereich: Aus dem Gemeinderat
Bootsbetrieb – vorsichtiger Optimismus ist angebracht
Der Bootsbetrieb ist nach wie vor eingestellt. Eine vom Pächter (Kling) angebrachte Aufschrift weist darauf hin, dass der Steg “desolat” und daher sein Betreten verboten ist.
Der Hintergrund: Der Bootsbetrieb ist an den Thalerseewirt verpachtet. Die Gemeinde bekommt 10 % vom Betriebserlös. Der Pachtvertrag regelt klar, dass die Erhaltung der sicheren Benützbarkeit des Steges die Pflicht des Pächters ist. Insoferne ist die Weigerung der finanzmaroden Gemeinde, die Sanierungskosten zu übernehmen, verständlich. Bgm. Schickhofer deutete in der Ausschusssitzung vom Dienstag, (29. Juni) aber an, dem Pächter bei der Notwendigkeit der allgemeinen Stegsanierung entgegenkommen zu wollen. Lediglich beim Wunsch des Pächters, die Stegkante so neu zu gestalten, dass ein leichterer Bootseinstieg möglich ist, sieht er keinen Verhandlungsspielraum. Er sei aber zuversichtlich, dass es zu einer einvernehmlichen Lösung kommen werde.
Wir von der ThAL haben vorgeschlagen, den Steg im Zuge der Sanierung zur Gänze auf festen Grund zu verlegen, um so zukünftige Erhaltungskosten gering halten zu können.
Badesteg bei Liegewiese soll entfernt werden
Von uns im Ausschuss und im Gemeinderat (30. Juni) kritisch angesprochen wurde auch der Zustand des Badesteges. Die Pfeiler sind sichtbar angemorscht, etliche Bretter locker und eines weist sogar ein gefährliches, mehr als kinderfußgroßes Loch auf. Das diesbezügliche Unfall-Haftungsrisiko liegt bei der Gemeinde. Bgm. Schickhofer vertritt die Meinung, das dieser Steg ohnehin nicht benützt werde und neigt dazu, ihn einfach wegreißen zu lassen. Zuvor soll er aber noch von einem Fachmenschen inspiziert werden.
Verbesserung der wirtschaftlichen Nutzung des Seeareals
Beim Haushaltsansatz “Thalersee” klafft zwischen Ausgaben und Einnahmen ein jährliches Loch von etwa 9.000 €.
Um diesen Abgang zu minimieren bzw. längerfristig sogar einen kleinen Überschuss und Rücklagen erwirtschaften zu können, haben wir von der ThAL neuerlich gefordert, eine kleine Investitionsvariante zur Errichtung und Verpachtung eines mobilen Kiosk-Standes bei der Liegeweise durchzurechnen. Dieser könnte von Mai bis September mit geringfügig beschäftigten Kräften betrieben werden. Von dort aus wäre es auch möglich, den Bootsverleih (der natürlich zur Liegewiese verlegt werden müsste), die stundenweise Vermietung von ordentlichen Grillinseln, einen Fahrradverleih etc. mit zu betreiben. Diese Anregung wird nun in einer Kostenberechnung einer konkreten Betrachtung unterzogen.
Grünanlagen-Verordnung von Landesregierung aufgehoben
Die von uns wegen des darin enthaltenen de facto-Grillverbots abgelehnte “Thalersee-Grünanlagen-Verordnung” war offensichtlich auch in formalrechtlicher Hinsicht ein Pfusch. Infolge dieser Mängel wurde sie von der Landesregierung aufgehoben und muss zumindest rechtlich saniert werden.
Was das hinsichtlich des Grillens bedeutet ist noch nicht endgültig klar. In der Ausschusssitzung hat Vbgm. Heinz Gugl angedeutet, man werde die Regelungen der allgemeine Verordnung der BH Graz-Umgebung aus dem Jahr 2004 zur Gänze übernehmen. Diese untersagt den Grillbetrieb in Waldnähe nur in Zeiten besonderer Brandgefahr. Das wäre ein wünschenswerter Kompromiss.
Kommentare (1)


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Mir liegt der Thaler See sehr am Herzen. Ich liebe das Wasser und schwimme irrsinnig gerne. Deshalb finde ich es sehr schade, welchen schlechten Ruf der Thaler See bei der lokalen Bevölkerung scheinbar hat. Ich höre immer von schlechter Wasserqualität, es sei “grauslich” hineinzugehen und man hole sich Krankheiten beim Schwimmen.
Das stimmt natürlich alles nicht. Aber es stimmt, dass der Thaler See mehr Pflege verdient hat. Das zeigt jetzt ganz deutlich der Bootssteg. Noch deutlicher aber der Steg bei der Liegewiese. Jede Person, die diesen Steg in den letzten zwei Jahren betreten hat, hat gemerkt, dass er saniert gehört. Dieses Jahr ist der Zustand unerträglich, weil gefährlich: sich lösende Bretter und nicht mehr tragende, weil morsche Pfähle werfen die Frage auf, ob es jemanden gibt, der sich hier verantwortlich fühlt. Genutzt wird der Steg jedenfalls von vielen: von kleinen und großen Kindern, die die Füße Richtung Wasser baumeln lassen. Von Liebespaaren und sonstigen RomantikerInnen. Von Waghalsigen, die einen Köpfler ins zu seichte Wasser machen und auch von Fischern, die sich möglichst ausbreiten, damit sie ungestört sind. Der Steg geht zu vielen Menschen ab, wird er weggerissen, er muss also saniert bzw. erneuert werden.
Ich beobachte öfters die Menschen am See und höre zu, was Ihnen taugt und was nicht.
- kleine Kinder können in den See nicht vernünftig hinein, weil es kein flaches Hinein-gehen gibt. Man muss tief hinunter steigen, um ins Wasser zu kommen. Das ist auch eine Hürde für ältere Menschen, wie ich es vor kurzem beobachten konnte.
D. h.: es muss einen abgeflachten Bereich geben. Denn: ja, es gibt genügend Menschen, die es zu schätzen wissen, sich im frischen Nass zu bewegen!
- die Tiefe des Sees. Anscheinend wurde vor einiger Zeit der Wasserspiegel abgesenkt. Das stört jetzt beim Schwimmen, weil man auch noch weit drinnen den Boden berühren kann. Es gehört also ein wenig abgegraben.
- Spielgerät: das Spielgerät bei der Liegewiese is ein Witz. Keine Schaukel, nur ein Gestänge, das zwar von den Kindern genutzt wird, aber nur unter absolut ständiger Aufsicht möglich – weil sehr gefährlich ist.
Wir sollten jedenfalls die aktuelle Situation/die kaputten Stege zum Anlass nehmen, und gemeinsam Ideen sammeln und umsetzen. Der Thaler See ist ein Juwel unserer Gemeinde – und so sollte er auch behandelt werden!